Aktuell

19. Mai 2012 (16:53)

KH-Einsatztest: ein neues Team und vier Wiederholerinnen

Am Einsatztest vom 18. und 19. Mai 2012 in Epeisses GE haben fünf Teams die anspruchsvolle Prüfung... mehr

19. Mai 2012 (16:39)

Sechs einsatzfähige KH-Teams für Inlandeinsätze qualifiziert

Am erstmalig durchgeführten KH-Einsatztest für Teams mit Hunden ab dem 10. Altersjahr haben sechs... mehr

Termine

Freitag, 01. Juni 2012 bis Sonntag, 03. Juni 2012

GS: freiwilliges Training Klassen 1/2/3 mehr

Freitag, 15. Juni 2012 bis Sonntag, 17. Juni 2012

GS: freiwilliges Training Klasse 4 mehr

Freitag, 15. Juni 2012 bis Sonntag, 17. Juni 2012

GS: Bestätigungskurs Klasse 5BK mehr

Unsere Partner

Unsere Supporter

REDOG ist eine Sektion der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft


Reportage über REDOG April 2008 (Ursina Dängeli)

 

 

Die Reportage

 

 

Bei den REDOGS zählt im Ernstfall jede Sekunde. Um unter diesem Zeitdruck zu arbeiten, trainieren sie und ihre Hunde regelmässig diese Situationen. REDOG ist die englische Abkürzung für Rescue dog (Rettungshund). Es ist eine internationale Organisation. Sie kommt bei Erdbeben, Erdrutschen, Einsturz von Gebäuden und Explosionen zum Einsatz. Ihr letzter Einsatz war 2004 in Zürich, als die Schanze einstürzte.

 

 

 

 

Samstag, den 19. April, um 7.45, wimmelt es vor dem Übungsdorf, Wangen an der Aare, nur so von Hunden. Es ist ein ruhiges, freundliches Treiben und doch spürt man eine gewisse Nervosität und Anspannung bei den Hunden. Ihre Augen strahlen, denn sie spüren, dass es gleich mit dem Training losgeht. Für sie bedeutet das nicht nur Training sondern auch eine Art Spielstunde und Beschäftigung mit ihren Hundeführern.

Das erste, was ein Hund in der Grundausbildung lernt, ist das Scharren und Bellen, um enschliche Witterung anzuzeigen. Diese Übung wird mir von den Hunden gerade vordemonstriert, indem jemand in eine Betonröhre kriecht und die Röhre mit einem Holzdeckel verschlossen wird. Der Senior der Gruppe, 10 jährig, zeigt gerade den Jungen wie das geht. Stürmisch rennt er auf die Röhre zu, Nase nach unten gerichtet und schon hat er die menschliche Witterung aufgenommen. Ohne Rücksicht auf Verluste schubst er den Deckel zur Seite und drin war er. Zur Belohnung bekommt er sein Lieblingsspielzeug oder etwas zum Schnausen. Das variiert von Hund zu Hund.

 

 

 

 

In der Gruppe ist noch ein Neuankömmling dabei. Mit neun Monaten ist er der Jüngste der Gruppe. Es ist sehr spannend ihm zuzuschauen, wie er schnell lernt und es umsetzen kann. Er geht die Aufgaben noch ein wenig zögerlich an. Er muss lernen auf Kommando zu bellen und die Befehle von seiner Hundeführerin zu verstehen und umzusetzen.

 

 

 

 

 

Um bei der Suche z.B. Flächensuche, auch systematisch Vorgehen zu können, muss der Hund auf Kommando in der richtigen Richtung suchen. Das übt man beim Detachieren, das heisst man schickt den Hund mit Worten, Körper-, Handbewegungen in alle Himmelsrichtungen. In einer nahgelegenen Ruine wird ein Ernstfall geübt. Die Situation handelt um ein eingestürztes Haus und man vermisst noch eine Person. Bei der Suche wird dem Hund das Halsband abgezogen, denn es lauern immer wieder Gefahrenstellen bei dem er mit dem Halsband hängen bleiben könnte.

 

 

 

 

Die Hundeführerin darf erst in die Ruine, wenn der Hund angibt, damit signalisiert er eine Spur. Über eine schmale Treppe geht es hinunter in das Untergeschoss. Im Keller liegt überall Geröll, Schutt und Eisenbleche. Es geht durch Löcher mit einem Durchmesser von ca. 70 cm. Manchmal kann man aufrecht gehen. Doch dann kommt wieder so ein Loch, wo man durchkriechen muss. Der Hund ist mittlerweile vor einem grossen Eisenblech stehen geblieben und bellt bis seine Hundeführerin das Blech zur Seite geschoben hat und er seine Belohnung bekommen hat. Draussen angekommen wird er noch von seinem Herrchen bis in den Himmel gelobt und gekrault.

 

Nach dieser Übung haben Hunde und Hundeführer eine Pause verdient. Die Leute wärmen sich mit heissen Getränken auf und stärken sich für die nächsten paar Stunden mit Zopf und Beilagen. Nach der Stärkung kommt langsam auch das langersehnte „Sünneli“ zum Vorschein und somit auch das schöne, warme Wetter.

 

 

Nachdem alle noch die Übung absolviert haben, geht es mit den Hunden den Hang hinauf. Oben wird aus wenig Material ein lustiger Parcours für die Hunde aufgestellt. Auf diesem Parcours lernen sie diverse Abfälle, Untergrunde z.B. Gitterroste, Bewegungen und Geräusche kennen. Sie müssen auch lernen den Parcours ruhig und sicher zu absolvieren.

 

Der Parcours bestand aus:

  • Balken mit Reifen drum
  • Tunnel in einer Wanne voller Pet-Flaschen und einem Gitterrost
  • Brett, das wackelt und Reifen die mit Plastikblachen gefüllt waren
  • Wippe
  • Leiter die auf zwei Möbeln aufgebockt ist
  • alter Stubenwagen
  • Was auch dazu gehört ist, dass man sein eigener Hund tragen kann ohne das er zappelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als alle Hunde den Parcours absolviert hatten, liefen wir den Hang hinunter um noch eine weitere Übung in Angriff zu nehmen. Die Übung besteht aus diversen Paletten, die in einem Haus ausgelegt werden und einer Person die vermisst wird. Aufgabe der Hunde, sie müssen möglichst sicher über die wackeligen Hindernisse kommen, um die vermisste Person zu wittern. Der Jüngste im Glied geht die Sache sehr ruhig und jedoch skeptisch an. Seine Hundeführerin geht voraus und ruft ihm. Langsam tastet er sich mit den Vorderpfoten voran, doch seine Hinterbeine bleiben wie angeklebt auf der Türschwelle stehen. Beim vierten Versuch klappt es.

Die erfahrenen Hunde gehen mit etwas Respekt an die Aufgabe, aber sie zögern nicht, sondern stellen sich der Aufgabe mit Freude.

Als Highlight darf ich mit Chantal in ein Versteck kriechen und das Geschehen, als Opfer zu erleben. „Such“ lautet das Kommando von Monika an ihren Hund. Man hört den Hund bellen und bekommt mit wie er die Hindernisse überquert. Auf einmal kehrt ein wenig Stille ein. Plötzlich schiesst er um die Ecke und fängt an wie wild zu bellen. Ich erschrak ein bisschen. Zur Belohnung erhält er seinen Spielzeugfisch.

 

 

 

 

Nur noch schnell ausruhen und erholen, dann aber noch das wohl verdiente Bad in der Aare geniessen. Mir war das Wasser zu kalt aber ich nahm noch ein verdientes Sonnenbad.

 
.hausformat | Webdesign, Typo3, 3D Animation, Video, Game, Print