Blindes Vertrauen: Wenn die Nase uns durch die Nacht führt

Vermisste Personen halten sich nicht an Bürozeiten. Deshalb gehört die Suche bei Nacht für die Teams von REDOG Ostschweiz zum Pflichtprogramm. Am Freitag-Abend tauschten die Geländesuch-Teams das Tageslicht gegen Stirnlampen und Mondschein aus.

In der Dunkelheit verändert sich die Arbeit grundlegend. Während wir Menschen uns normalerweise stark auf unsere Augen verlassen, sind wir im nächtlichen Wald fast „blind“. Hier zählt nur noch eines: „Vertraue deinem Hund.“ Dieses Leitmotiv ist das Fundament unserer Zusammenarbeit. Der Hund scannt mit seiner Nase das Gelände ab, welches für uns im Schatten der Dunkelheit verborgen bleiben.

Ausgerüstet mit Stirnlampen und Lichter für die Vierbeiner, suchten die Teams systematisch das Gelände ab. Mit Erfolg: Mehrere "vermisste" Personen (Figuranten) und versteckte Rucksäcke wurden zuverlässig lokalisiert. Solche Trainings sind intensiv, aber sie festigen die Bindung zwischen Mensch und Hund enorm. Wer sich im Dunkeln blind versteht, ist für den Ernstfall gewappnet.