Jahresbericht 2025

REDOG setzt sich für verschüttete und vermisste Menschen ein: Mit Ausbildung von Teams mit Such- und Rettungshunden sowie Spezialist:innen der Technischen Ortung. Unter der Notrufnummer 0844 441 144 können offizielle Stellen wie auch Private REDOG rund um die Uhr für Einsätze alarmieren.

Das Engagement im Jahr 2025 umfasste 15 Einsätze in der Schweiz. Die Rettungshundeteams suchten nach vermissten Menschen und unterstützten deren Familien in Notsituationen. Ein herausragender Einsatz war der nach dem Gletscherabbruch in Blatten. Der Jahresbericht gibt einen Überblick über die Tätigkeiten 2025 in der Schweiz und im Ausland.

Die REDOG Suchteams wissen nie genau, was sie in einem Einsatz erwartet. Was zählt, ist, die Menschen zu finden, die von ihren Familien verzweifelt gesucht werden. Was zählt, ist, Familien wieder zu vereinen. Damit Grosseltern, Eltern und Kinder wieder gemeinsam am Tisch sitzen und lachen können. Oder einander umarmen und Trost spenden.

Jahresbericht 2025 mit Jahresrechnung und Revisionsbericht (PDF)

Gletscherabbruch in Blatten

Es war prognostiziert. Lange im Voraus. Als der Gletscher ob Blatten, im Lötschental, dann aber abbrach, hielt die Schweiz den Atem an. Blatten verschwand unter Geröll, Schutt und Eis. Und was niemand für möglich gehalten hatte, wurde rasch zur Gewissheit: Da wird noch jemand vermisst.

Erfahrene Rettungshundeführerinnen und Hundeführer waren sofort bereit, in den Einsatz im Lötschental zu gehen. Zusammen mit ihren Suchhunden wurden sie mit dem Helikopter ins Suchgebiet geflogen. Doch drohte die durch den Schutt aufgestaute Lonza auszubrechen. Die Suche musste abgebrochen und das Gebiet auch für Rettungskräfte gesperrt werden. Der Schuttkegel, teilweise bis 100 Meter hoch, war instabil. Die Situation unberechenbar.

Einsatz Blatten

Vermisst in der Schweiz

Dort, wo jemand vermisst wird, beginnt die Suche unserer Rettungshunde-Teams. Unabhängig aus welchem Grund, sie geben immer ihr Bestes. Ob Wanderer, Pilzsammlerinnen, Jogger oder demente Menschen vermisst werden. 

Ein Dutzend Mal standen 2025 die REDOG Teams mit ihren Hunden in der Schweiz im Einsatz, weil eine Familie die Polizei oder auch direkt REDOG alarmierte. Noch einmal so viele Alarmierungen klärten die Einsatzleitungen in Zusammenarbeit der Polizei ab. Verschiedene Gründe führten jedoch dazu, dass es keinen Sucheinsatz gab. Es konnte zum Beispiel nicht herausgefunden werden, in welcher Region die vermisste Person sich zuletzt aufgehalten hatte.

Wer eine vermisste Person sucht, darf uns jederzeit über die Notfallnummer kontaktieren. Unser Einsatz ist kostenlos – und wir helfen gerne. 

Unsere Alarmnummer, wenn Sie jemanden vermissen: 0844 441 144

Übersicht Einsätze

Ausbildung der REDOG Teams

REDOG, der Schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde, ist die einzige Schweizer Organisation, die eine umfassende Ausbildung von Rettungsteams aus Hund und Mensch zur Suche nach vermissten und verschütteten Menschen anbietet.

Wissenswertes zur Ausbildung

Ausbildung und Prüfungen in der Vermisstensuche
Ausbildung und Prüfungen in der Verschüttetensuche
Ausbildung und Prüfungen in der Vermisstensuche

2025 schlossen neun Teams erfolgreich die Ausbildung in der Geländesuche ab. Ein Team erreichte die Einsatzfähigkeit in der Disziplin Personenspürhunde. REDOG verfügt mit 55 Teams und 103 Search & Rescue-Helferinnen und Helfern über eine Hundestaffel, die jederzeit bereit ist, in der Schweiz vermisste Menschen zu suchen.

Unsere Teams der Vermisstensuche trainieren dort, wo die Menschen Erholung suchen, sei es in der Natur oder bei einem Spaziergang in der Stadt: Wandern und biken in voralpinem Gelände, Pilze sammeln in Wäldern, spazieren in der Stadt. Die Ausbildung ist zeitintensiv. Es dauert in der Regel zwei bis vier Jahre, bis ein Team bestehend aus Hundeführer:in und Hund einsatzfähig ist. Ist die Einsatzfähigkeit erreicht, muss sie regelmässig an Prüfungen bestätigt werden. So stellt REDOG sicher, dass die eingesetzten Teams den hohen Qualitätsansprüchen genügen.

Für die Einsatzfähigkeit werden Teamarbeit von Hund und Hundeführer:in und ihr Erfolg bei der Suche nach versteckten Menschen und Dingen während eines Tages geprüft. Sie müssen zudem ihr Know-how in den technischen Fächern Orientierung, erste Hilfe und Alpintechnik nachweisen.

News
Prüfung Geländesuche
Prüfung Personenspürhunde
Prüfung Search & Rescue 1
Prüfung Search & Rescue 2
Bestätigung Geländesuche

Bildergalerien
Geländesuche
Search & Rescue
Personenspürhunde/Mantrail

Ausbildung und Prüfungen in der Verschüttetensuche

2025 schlossen 19 Teams erfolgreich die Ausbildung zum Trümmersuch-Team ab. 3 Spezialisten der Technischen Ortung können neu in den Einsatz gehen. Die REDOG Bereitschaft zählt 57 Teams in der Trümmersuche, 3 Teams in der Leichensuche und 12 Spezialisten der Technischen Ortung.

Die Ausbildung und die Trainings für die anspruchsvolle und oft gefährliche Suche nach Menschen, die zum Beispiel bei einem Erdbeben verschüttet werden, sind zeitintensiv. Drei, oft auch vier bis fünf Jahre trainieren die REDOG Mitglieder und zeigen ihr Können und ihr Wissen für die Einsatzfähigkeit an einer zweitägigen Prüfung.

Auf elf verschieden gestalteten Trümmerfeldern im Übungsdorf der Schweizer Armee haben sie die Aufgabe, Figurantinnen und Figuranten - das sind REDOG Mitglieder, die sich in den Trümmern verstecken -, zu orten und vor Ort erste Hilfe für Mensch und Hund anwenden zu können. Zudem absolvieren die einsatzfähigen Teams jedes Jahr einen Eignungstest, wiederholen alle drei Jahre den Einsatztest und müssen eine Bestätigung einholen, dass sie im Ernstfall auch während der Arbeitszeit ausrücken dürfen.

News
News Prüfung Trümmersuche 1

News Prüfung Trümmersuche 2

News Prüfung Technische Ortung

Bildergalerien
Trümmersuche 
Leichensuche 
Technische Ortung

REDOG - Der Film

Engagement, Leidenschaft und 100% Vertrauen. Die aussergewöhnliche Bindung zwischen Hund und Rettungshundeführenden ist das, was REDOG ausmacht. Denn wenn der Einsatz beginnt, zählt nur noch eins: Mein Hund vertraut mir. Und ich ihm.

REDOG in Zahlen

802

Freiwillige engagieren sich schweizweit in 12 Regionalgruppen.

113 828

Stunden unentgeltliche Arbeit leisteten 2025 die REDOG Freiwilligen. Sie übten für einen Einsatz im Gelände oder in Trümmern. Sie leisteten Vereinsarbeit. Sie trainierten mit ihrer Erfahrung junge Mitglieder. Sie halfen bei der Organisation von Trainings, bei Prüfungsvorbereitungen und als Begutachter:innen.

255

einsatzfähige Hundeführerinnen und Hundeführer, Search & Rescue Helfer:innen, Equipen- und Teamleiter:innen sowie Spezialisten der Technischen Ortung stehen jederzeit bereit.

15

Einsätze führten die REDOG Such- und Rettungshundeteams 2025 auf der Suche nach Vermissten im Gelände und unter Trümmern durch.

81 695

Stunden trainierten die REDOG Freiwilligen 2025 – in den Disziplinen Geländesuche, Mantrail, Personenspürhunde, Search & Rescue, Technische Ortung sowie Suche nach lebenden und verstorbenen Menschen unter Trümmern.

2400

Pfoten trainieren mit ihren Hundeführerinnen und Hundeführern für den Sucheinsatz nach vermissten und verschütteten Menschen.

Institutionelle Spenderinnen und Partner

REDOG kann seine Arbeit nur dank der wertvollen Unterstützung von zahlreichen Behörden, Unternehmen und Stiftungen einbringen. 

Institutionelle Spenden

Governance und Finanzen

Organisation und Führung 2025

REDOG ist eine gemeinnützige Non-Profit-Organisation und die Dachorganisation von 12 Regionalgruppen. Die Delegiertenversammlung wählte 2025 eine neue Bereichsleitung Vermisstensuche: Michel Jopp und Brigitte Ochensberger. Mit grossem Dank und einem noch grösseren Applaus verabschiedeten die Delegierten Andi Flück und Mike Wüthrich.

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Finanzen 2025

Die Rechnungslegung erfolgt in Übereinstimmung mit den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER (insbesondere FER 21) und den Richtlinien der Zewo.

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Unsere Werte

Mit Hunden Leben retten – Leid mindern

REDOG ist eine humanitäre Such- und Rettungsorganisation. Wir helfen unter Wahrung der Rotkreuz-Grundsätze verschütteten und vermissten Menschen sowie ihren Angehörigen.

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Internationale und nationale Zusammenarbeit

Gemeinsame Trainings mit Partnerorganisationen und persönliche Kontakte sind eine Voraussetzung, um im Einsatz optimal zusammen arbeiten zu können. REDOG pflegt intensive Kontakte in der Schweiz wie im Ausland.

Zwei Mal trainierte die Technische Ortung REDOG mit ihren Kolleg:innen. In der Nähe von München trafen sich Spezialist:innen aus Deutschland, Estland und Österreich, um mit der Ausrüstung zu arbeiten sowie die Schnittstellen zur Erkundung, Beurteilung und Triage von Einsatzstellen zu erörtern. Auf den Übungsplätzen in der Schweiz empfing REDOG die deutschen Kolleg:innen des Bundesverband Rettungshunde und @fire, den Internationalen Katastrophenschutz. Im Sommer trainierten die Leichensuchteams mit der Suchhundestaffel Freiburg. Zudem trainierten die REDOG Suchhundeteams mit den Partnerorganisationen GEA in der Türkei und DRDN in Japan.

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